Lykische Küste im Türkei-Lexikon

Eine der reizvollsten Landschaften des Mittelmeeres ist die Küste im Südwesten der Türkei – man nennt sie auch die Lykische Küste. Bis zum Meer erstrecken sich teilweise die Berge des westlichen Taurus. Dadurch sind viele Buchten und Inseln entstanden, verborgene Strände laden hier zum „einsamen“ Baden ein. Man kann hier ein malerisches Farbenspiel ganz besonderer Art bewundern. Die Grüntöne der Pinienwälder an den Berghängen harmonieren ausgesprochen gut mit dem tiefen Dunkelblau und Türkis des Meeres. Man kann hier lebhafte kleine Fischerhäfen besuchen und in den Kaffee- und Teestuben einen kleinen Zwischenstopp einlegen. Da sich die Besucherströme in dieser Region noch in Grenzen halten, ist alles noch relativ unberührt. Hier findet man volkstümliche Festlichkeiten, welche noch etwas über den Ursprung von Land und Leuten vermitteln. So kann man im Januar in Kale die jährlichen Kamelkämpfe besuchen. Ein sehr farbenfrohes Fest, denn die Kamele werden dazu prächtig geschmückt. Sehens- und erlebenswert sind auch die Feste zum Erntedank ebenso wie die zahlreichen Weihnachtsgottesdienste. Regionale Feste an der Lykischen Küste feiert man in allererster Linie für die Einheimischen, was in anderen Regionen weniger der Fall ist. Eine sehr große Tradition haben auch religiöse Festlichkeiten, wie zum Beispiel das Opferfest, der Beginn der Fastenzeit „Ramadan“ oder auch das Fastbrechen. Der Monat Ramadan ist auf keine bestimmte Zeit festgelegt, er ist abhängig vom Mondkalender, wobei die Dauer aber stets 30 Tage beträgt. Alle übrigen nationalen Feiertage in der Türkei sind ebenfalls ein ganz außergewöhnliches Erlebnis. Schließlich weiß man in jeder Region der Türkei, wie gebührend gefeiert wird. Der 29. Oktober zum Beispiel wird im ganzen Land entsprechend gewürdigt, da dies der Gründungstag der Türkischen Republik ist. Das „Internationale Kinderfest“ sowie der Tag der Unabhängigkeit, beide fallen auf den 23. April, sind dabei Highlights der besonderen Art. Da vor allem das Kinderfest mit vielen „kleinen“ ausländischen Besuchern aufwarten kann.

Freizeitaktivitäten an der Lykischen Küste

Hier kann man nur Schwimmen und Tauchen, so war es einmal an der Lykischen Küste. Doch das sportive Angebot hat sich ebenso, wie die ganze Region weiter entwickelt und bietet mittlerweile eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Möglichkeiten an. Wasserski zum Beispiel, oder Rafting und Paragliding sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Einen Urlaub in Antalya kann beispielsweise hervorragend mit einem Skiurlaub verbinden. Auf weitere Angebote dürfen sich Trekking-Begeisterte oder auch Golfspieler freuen. Direkt im Taurus-Gebirge kann man herrliche Canyoning-Touren unternehmen. Als Canyoning bezeichnet man eine Mischung aus Klettern und Wandern in verschiedenen Schluchten, wofür der Saklikent-Canon besonders gut geeignet ist. Er weckt aufgrund seines extrem schmalen Verlaufs die Abenteuerlust in jedem Sportler. Stellenweise ist dieser Canon so eng, dass die Sonnenstrahlen nicht einmal bis zum Wasser des Esen durchdringen können. Eine Jeep-Safari im Taurus-Gebirge ist mit Sicherheit auch mehr als interessant. Hierbei kann man einen Jeep mit oder ohne Fahrer mieten. Bei diesen Safaris wird das leibliche Wohl nicht außer Acht gelassen, dafür gibt es ausreichend Gaststätten am Wegesrand. Für Erfrischung sorgen die zahlreichen Flüsse und Seen, welche man auf dieser Safari ebenfalls bestaunen kann. Der endlos scheinende Strand von Patara lädt zu einem Ausritt ein. Dieses Erlebnis sollte bei der Erzählung über den Türkei-Urlaub wirklich nicht fehlen. Vom Rücken der Pferde aus, kann man die wunderbare Natur in dieser Region betrachten, z. B. Bäche, welche den Weg kreuzen oder auch die zahlreichen antiken Ruinen. Was gibt es Schöneres, als hoch zu Ross an einer solch malerischen Kulisse vorbei zu reiten?

Do´s und Dont´s an der Lykischen Küste

Jedes Land hat seine ureigenen Sitten und Bräuche, und diese sollte man als Besucher respektieren. Dies gilt natürlich auch für das Urlaubsland Türkei und speziell für die Lykische Küste. Im Zuge der Gleichberechtigung sollte man aber nicht nur auf die Einhaltung der türkischen Sitten und Bräuche achten, nein man sollte dringend auf unseriöse Machenschaften von Einheimischen hingewiesen werden. Einige Etablissements, welche mit hohen Preisen aufwarten, haben sogenannte Schlepper angestellt. Diese versuchen dann den Touristen in das jeweilige Restaurant oder in die Diskothek zu locken, unter dem Vorwand, einen Drink zu spendieren. Der Drink wird zwar spendiert, allerdings sollte man dann beim Erhalt der Rechnung nach Möglichkeit sitzen. Diese wird sehr horrend ausfallen und kann unter Umständen sogar die Urlaubskasse sprengen. Da man aber nicht von einem Menschen auf den anderen schließen sollte, kann man hier an der Lykischen Küste auch sehr gastfreundliche und offene Menschen treffen. Eine Einladung nach Hause auf einen Tee oder Kaffee sind keine Seltenheit. Man sollte beachten, dass man im Falle einer solchen Einladung keine Absage erteilt. Nimmt man diese Einladung an, ist zu beachten, dass der türkischen Familie, auch den Kindern ein kleines Gastgeschenk mitzubringen ist. Tut man das nicht, kann das schnell zu Unmut bei den Gastgebern führen. Kleidung ist in der Türkei ein ganz wichtiges Thema. Man sollte auf gar keinen Fall im Bikini oder nur in Shorts in ein Restaurant oder auf die Strandpromade gehen. Solche Auftritte sind hier absolut peinlich. Im Strandaufzug vielleicht dann auch noch in eine Moschee gehen zu wollen, stößt bei den Einheimischen auf vollständiges Unverständnis. Für den Besuch einer Moschee gilt grundsätzlich, bedeckt halten, Schuhe vor dem Eingang ausziehen.

Was ist gerade „in“ an der Lykischen Küste?

Boutique-Hotels und Steg am Pool statt überfüllter Strände. Hotels, welche als riesige Klötze in die Landschaft gestellt wurden, waren bis vor wenigen Jahren noch unter den Touristen sehr beliebt. Dies galt vor allem für die All-inklusive-Mentalität. Heutzutage mag man es lieber familiärer und kleiner. Das blieb dem Tourismusgewerbe an der Lykischen Küste nicht lange verborgen und so wurden in den letzten Jahren zahlreiche dieser so genannten Boutique-Hotels eröffnet. Diese Hotels verfügen nicht über fünf Pools und zehn verschiedene Restaurants, welche allesamt nach gewissen Gruppen unterschieden werden, welche dort erwünscht sind. Bei dieser Art Hotel handelt es sich um kleine, osmanische Holzvillen, die über einen ganz eigenen Charme verfügen und dem Besucher ein ganz besonderes Flair vermitteln. Solchen Boutique-Hotels können nur noch wenige Urlauber widerstehen. An diesen Hotels findet man sehr oft einen wunderschön angelegten und ständig gepflegten Garten. Natürlich darf ein Pool nicht fehlen, allerdings ist dieser hier oft von kleinerem Format und sehr gediegen. Eine elegante Poolbar noch obendrein und man hat das ideale Haus für den Urlauber, welcher mal nicht 0815-Erholung anstrebt. Dass man sich jetzt eher auf kleine, aber feine Hotels besinnt, bemerkt man auch an einer zunehmenden Lust auf ein ganz privates Badevergnügen. Von dieser Art Hotels findet man ganz besonders schöne Exemplare in der Altstadt von Antalya. Die Strände rund um Antalya, in dem Fall die öffentlichen, sind oft hoffnungslos überfüllt. Man besinnt sich deshalb heute darauf, in den kleinen Hotels auf einem Steg zu relaxen. Fernab von schreienden Kindern und entnervten Eltern, muss man sich hier nicht mehr auf deren Lärm einlassen.


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