Bursa im Türkei-Lexikon

Bursa ist eine 1,6 Millionen-Einwohner-Stadt in der Westtürkei. Die Stadt liegt rund 90 km südlich von Istanbul, zu Füßen des Uludag-Gebirges. Eingebettet ist die Stadt dabei in eine grüne Landschaft mit einer Reihe von Schwefelquellen, die Heilkräfte besitzen. Eine Thermalquelle befindet sich im Stadtteil Çekirge. Die Thermalquelle besucht auch die byzantinische Kaiserin Theodora. Darüber hinaus gibt es noch den Uludag, den 2500 m hohen Hausberg von Bursa, dem bedeutendsten Wintersportzentrum der Türkei. Gegründet wurde die Stadt im Jahr 188 oder 187 v. Chr., und zwar durch König Prusias I. von Bithynien.

Im Laufe ihrer Geschichte war Bursa zunächst Teil der römischen Provinz Bithynia, danach für kurze Zeit auch Hauptstadt des Osmanischen Reichs. Nachdem 1368 die Hauptstadt des Osmanischen Reichs nach Edirne verlegt wurde, wurde Bursa 1402 von den Mongolen verwüstet, wodurch diesen auch ein Teil des osmanischen Staatsschatzes in die Hände fiel. Unter Sultan Mehmed I. erlebte Bursa eine neue Blütezeit. Dessen Grabmal ist heute einer der Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Aus dem 14. und 15. Jahrhundert drei noch gut erhaltene Moscheen dienen heute noch der Bevölkerung als Gotteshäuser, wie die sogenannte „Grüne Moschee“, und die Große Moschee Ulu Camii, wie auch die Orhan-Gazi-Moschee. Ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen die Grabmale der ersten osmanischen Sultane, Osman I. und Orhan I. Im Stadtteil Çekirge befindet sich ein ethnographisches Museum, das Cumalikizik Etnografya Müzesi. Darüber hinaus hat Bursa als touristische Attraktion auch noch ein Museum für traditionelle osmanische Kleidung und Schmuck, sowie ein Automobilmuseum.

In Bursa haben sich internationale Firmen angesiedelt. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind dabei die Automobilindustrie, aber auch die Stahlindustrie.



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