Moschee im Türkei-Lexikon

Im Gegensatz zu anderen islamisch geprägten Ländern zeigt sich die Türkei gegenüber „Ungläubigen“ offener. Ein Grund hierfür dürfte wohl sein, dass jährlich Tausende von Touristen eine Menge Geld im Land lassen, bzw. man gegenüber der westlichen Welt offener ist, weil man ja auch anstrebt eines Tages doch noch Mitglied der EU zu werden. Ein gutes Beispiel dieser Offenheit gegenüber dem Christentum zeigt sich zum Beispiel in der Tatsache, dass man in der Türkei auch als „Ungläubige“ eine Moschee betreten darf. Als Tourist sollte man dabei jedoch ein Tuch dabei haben, damit man dieses als Kopftuch nutzen kann, wenn man weiblichen Geschlechts ist. In der Türkei ist man dabei jedoch inzwischen so gut organisiert, dass am Eingang von Moscheen, die auf Touristen sehr anziehend wirken, sogar Tücher ausliegen, die man sich für die Besichtigung der Moschee als Frau überziehen kann leihweise. Für alle Besucher eine Moschee gilt dabei: Am Eingang müssen die Schuhe ausgezogen werden. Wenn man vor hat eine Moschee zu besuchen, ist es dabei so, dass man sich als Frau entsprechend auch darauf vorbereiten kann. Wenn der Tag heiß ist, dann kann man diese Bekleidung ja in einer Tasche transportieren und zwecks Besuch der Moschee überstreifen. Shorts und Trägerhemdchen, bzw. Miniröcke sind jedenfalls für den Besuch einer Moschee keine geeignete Bekleidung. Darüber hinaus sind noch einige Maßregeln zu beachten beim Besuch einer Moschee: So kann man beispielsweise den Freitag als Besichtigungstag aus seiner Wahl ausschließen, denn das ist der Tag des traditionellen Freitagsgebets. Ansonsten sollte man auch daran denken, dass Moscheen auch Begegnungsstätten und kulturelle Zentren sind. Darüber hinaus gibt es Bibliotheken, Beratungsangebote und auch Freizeiträume.

Besuch von Moscheen

Zu einem Urlaub in der Türkei gehört es auch dazu, sich einige der berühmten Sehenswürdigkeiten des Landes anzuschauen. Am beliebtesten bei vielen Touristen sind hierbei die Besichtigungen der meist unglaublich geschichtsträchtigen Moscheen mit ihren wunderschönen Minaretten, die das Stadtbild der meisten türkischen Orte zieren. Auch als „Ungläubiger“, also als Nicht-Moslem ist man in der Türkei als Besucher gerne willkommen in den Moscheen. Das ist nicht selbstverständlich, denn in vielen vom Islam geprägten Ländern ist der Besuch von Moscheen den Gläubigen vorbehalten. Dass in der Türkei mit diesem Thema wesentlich offener umgegangen wird, liegt zum einen an der weltoffenen Politik des ersten türkischen Staatspräsidenten Mustafa Kemal Atatürk, die das Land bis heute prägt. Zum anderen ist es natürlich auch der immer größer werdenden Bedeutung des Tourismus im Land zuzuschreiben, dass man bestrebt ist, seinen Gästen die eigene Kultur nahe zu bringen. Dennoch sollte man es als Türkeiurlauber nicht versäumen, gewisse Benimmregeln einzuhalten, wenn man plant, die eine oder andere der beeindruckenden Moscheen zu besuchen. Die wichtigste Grundregel hierbei ist, dass Moscheen prinzipiell niemals mit Schuhen betreten werden dürfen. Diese müssen unbedingt am Eingang ausgezogen werden. Weiterhin sollte auf angemessene Kleidung geachtet werden, das heißt sowohl Knie als auch Schultern sollten bedeckt sein. Als Frau ist es zusätzlich angebracht, ein Tuch bei sich zu tragen, das man beim Besuch der Moschee als Kopftuch verwenden kann. Allerdings sind die meisten Moscheen mittlerweile auf weibliche Besucher vorbereitet, so dass man sich teilweise am Eingang ein entsprechendes Tuch ausleihen kann.



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