Sprache im Türkei-Lexikon

Rund 70 Millionen Einwohner hat die Türkei. Darüber hinaus leben und arbeiten auch zahlreiche Türken im Ausland, allein in Deutschland leben rund 2 Millionen. In der Regel haben sie noch die türkische Staatsbürgerschaft, unter Umständen auch gleichzeitig die Deutsche. Viele auch in Deutschland lebende Türken behalten dabei die Traditionen ihrer Heimat bei – auch die Sprache. Da es nach der Auffassung der türkischen Regierung im Ausland keinen Türken geben soll, der kein Türkisch spricht, werden nach Deutschland Lehrer übersandt, die Türkischunterricht an den Schulen erteilen.

In der Türkei besteht Religionsfreiheit. 99 Prozent der Bevölkerung bekennt sich jedoch zum Islam. Die restlichen 1 Prozent sind Christen und Juden.

Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung hat als Muttersprache Türkisch. Das türkische Alphabet hat 29 Buchstaben. Von diesen 29 Buchstaben existieren fünf Schriftzeichen ausschließlich im Türkischen. 1928 führte Mustafa Kemal Atatürk das lateinische Alphabet ein. Dieses löste die bis dahin für die Schrift verwendete arabische Schrift ab.

Bei der türkischen Sprache ist vor allem der unveränderliche Wortstamm auffällig, an den verschiedene Suffixe (Endungen) angehängt werden.

Das „alte“ Türkisch, das aus dem 6. bis 10. Jahrhundert stamm, wurde bei den Orhon- und Yenisey-Inschriften, aber auch für uygurische Texten verwendet. Das im Mittelalter – sprich im 11. bis 15. Jahrhundert verwendete Türkisch wurde unter anderem auch für die ersten islamischen Texte verwendet. Zu jener Zeit entstanden sind auch die türkischen Dialekte – wie das anatolische Türkisch, das Aserbeidschanisch und das Türkmenisch.

Im 15. bis 20. Jahrhundert prägten Schrift und Sprache die damaligen Herrscher – die Osmanen. Das „moderne“ Türkisch enthält nun Elemente aller weltweit verbreiteten Türksprachen.



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