Tierschutz im Türkei-Lexikon

In einem Teufelskreis bewegen sich die vielen Katzen und Hunde, die in der Türkei vielerorts auf der Straße dahin vegetieren. Meist kümmert sich niemand um sie, Inhaber von Restaurants oder tierfreundliche Urlauber geben den verwilderten Vierbeinern hier und da etwas zu fressen. Aber meist ernähren sich die Tiere aus dem anfallenden Müll, dahinter verbergen sich natürlich immer Seuchen und Krankheiten.

Auch die Frage der außer Kontrolle geratenen Vermehrung ist in der Türkei völlig offen. Von den meisten Türken werden Tiere völlig gleichgültig behandelt: Nur wenn es zur Arbeit oder in der Freizeit genutzt werden kann, wird es auch gepflegt. Ist das Tier nicht oder nicht mehr zu gebrauchen, wird es „links“ liegen gelassen. Völlig verständlich für die armen Familien, die am Existenzminimum „knabbern“ und heute noch nicht wissen, wie sie morgen die hungrigen Mäuler stopfen sollen.

Natürlich gibt es auch in der Türkei Tierschutzvereine und andere Hilfsorganisationen, aber sie stehen der Übermacht der Straßentiere ohnmächtig gegenüber. Dazu ist die Zahl der Tiere zu groß und die der Tierfreunde zu gering. „Wach“ werden die Menschen und auch die Behörden reagieren, wenn wieder einmal die auch für den Menschen tödliche Tollwut ausbricht. Dann werden überall vergiftete Köder ausgelegt, um Herr der Lage zu werden. Oft sind es spielende Kinder, die auch mit den vergifteten Ködern in Kontakt geraten. Von wirklichem Nutzen und dauerhaftem Erfolg sind die Tötungsaktionen gegenüber den Tieren auch nicht. Zu groß sind die Hunde-und Katzenhorden und schnell sind die entstandenen Lücken wieder „aufgefüllt“.

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Text (c) 2017: C. H.

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