Kayseri im Türkei-Lexikon

Kayseri, Hauptstadt der gleichnamigen türkischen Provinz, hat rund 790.000 Einwohner. Kayseri liegt auf einer Höhe von 1054 m am Fuße des erloschenen Vulkanes Erciyes, der 3917 m hoch ist. Dort, wo sich die Stadt heute befindet, waren im 4. Jahrhundert noch Sümpfe und Salzseen. Diese sind zum Teil erst in den letzten Jahrhundert drainiert worden.

In der hethitischen Zeit hieß Kayseri noch Mazaka. An der Stelle, wo Kayseri heute steht, wurde um 150 v. Chr. eine Siedlung mit dem Namen Eusebia errichtet – zu Ehren des Königs von Kappadokien, Ariarathes V. Eusebes. Als diese Siedlung 77 v. Chr. von König Tigranes II. von Armenien erobert wurde, wurden ihre Einwohner in nördliche Mesopotamien, nach Tigranokerta umgesiegelt. Nachdem der Ort wieder zurückerobert war, konnten sie zurückkehren.

Ihr Jahr 17 n. Chr. wurde Kayseri unter dem Namen Caesarea (Kaisereia) zur Hauptstadt der Provinz Cappadocia. Anfang des 3. Jahrhunderts war Caesarea Mittelpunkt der christlich-theologischer Bildung. Seine Blüte erlebte es jedoch im 4. Jahrhundert. Nach wechselten Herrschaften war die Stadt zeitweilige Residenz der Seldschuken, wodurch sie eine neuerliche Blütezeit erlebte. Nach wiederum wechselten Herrschaften wurde Kayseri im Jahr 1468 dem Osmanischen Reich angegliedert.

Heute ist Kayseri eines der wichtigsten Industrie- und Handelszentren der Türkei. Darüber hinaus ist die Stadt auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt innerhalb der Türkei. Kayseri verfügt darüber hinaus auch über einen internationalen Flughafen.

Aus der langen Geschichte der Stadt sind noch viele Baudenkmäler und Gebäude erhalten. In der Innenstadt von Kayseri befinden sich die Mauern einer Festung, sowie mehrere aus der Zeit de Seldschuken stammende Moscheen.



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