Einkaufen im Türkei-Lexikon

Beim Einkaufen im Orient darf gefeilscht werden. Dabei sollte man beachten, stets mit seinem Gegenüber zu reden und dabei freundlich zu bleiben. Eine überhebliche oder gar herabsetzende Reaktion ist hier vollständig fehl am Platze. Es gilt als besonders unhöflich, wenn man sich erst auf das Handeln einlässt und wenn sich der Händler einverstanden erklärt, plötzlich doch nicht kaufen möchte. Ein Feilschen oder Handeln bei Lebensmitteln ist aber nicht üblich, es sei denn, man möchte mehrere Dinge einkaufen. Dann ist möglich so etwas wie einen Mengenrabatt zu erhalten. Feilscht man außerhalb einer Touristengegend, ist es ratsam daran zu denken, dass die Durchschnitts-Familie in der Türkei von umgerechnet 300 Euro einen Monat lang gut leben kann. Für welche Waren darf nun gefeilscht werden? Feilschen kann man gut bei Schmuck z. B. oder auch Textilien, Teppiche und vor allem touristische Souvenirs, wie die Wasserpfeifen sind typische „Handelsware“. Auch beim Einkauf von Heilkräutern und ähnlichen Produkten, die keine Waren des täglichen Bedarfs sind, kann man feilschen. Hat man nun seinen Einkauf beendet und möchte mit dem Taxi die Fahrt zum Hotel antreten, wird empfohlen, den Fahrtpreis im Voraus auszuhandeln. Das erspart beiden Seiten einige Unannehmlichkeiten. Günstiger sind auf jeden Fall die Sammeltaxis. Der Gewöhnung bedarf mit Sicherheit die Landeswährung, die türkische Lira. Hier sind Banknoten im Wert von 500.000, 1 oder sogar von 5 Millionen die Normalität. Keine Währung unterliegt im Übrigen so stark der Inflation wie die türkische Lira. Aus diesem Grund legt ein Türke sein Vermögen vorzugsweise in Euro, US$ oder gar Goldschmuck an.


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