Religion im Türkei-Lexikon

Die Türkei hat eine sehr wechselvolle vielschichtige Geschichte. Immer wieder kamen fremde Eroberer ins Land und diktierten ihre Religion. Mehr als 600 Jahre dauerte die Unterdrückung durch osmanische Herrscher an. Vor allem in der Provinz Anatolien gibt es die unterschiedlichsten Völker mit den jeweiligen eigenen Kulturen. Mit den unterschiedlichsten Bewohnern kamen auch ihre Sitten, Gebräuche und Religionen mit ins Land. Da diese Menschen schon vor hunderten Jahren miteinander auskommen mussten, haben sie gelernt, andere Religionen zu respektieren. Allgemein galten islamische Gesetze, die von allen Menschen eingehalten wurden. Der größte Teil ist zwar muslimischen Glaubens, was in der osmanischen Herrschaft seinen Ursprung hat, aber auch andere Glaubensrichtungen konnten sich zu damaliger Zeit ungehindert entfalten. Die spezifischen Glaubenskonfessionen konnten jede Religion für sich beanspruchen und ausleben. Christen bauten ihre Kirchen, Juden ihre Synagogen. Die Menschen waren und sind auch heute noch emotional sehr miteinander verbunden. Freude und Trauer wird mit den Nachbarn geteilt. Christen, Juden und Muslime leben hier in trauter Gemeinsamkeit nebeneinander und achten ihre jeweiligen Sitten, Gebräuche und Glaubensrituale. Die zahlenmäßig am stärksten vertretenen Muslime erschufen schließlich einzigartige Moscheen, die heute zu den eindrucksvollsten Kulturdenkmälern dieser Region zählen.

Wenn man heut nach Anatolien fährt, wird man von der Vielfalt der Religionen und deren Akzeptanz erstaunt sein. Hier finden sie zahlreiche Moscheen in unmittelbarer Nachbarschaft mit Synagogen und christlichen Kirchen. So sind die Menschen, die heute in Anatolien leben, freundlich und tolerant. Und das ist umso besser für den Touristen. Diese kulturelle Vielfalt übt neben der atemberaubenden Landschaft in Anatolien gerade eine ganz besondere Anziehungskraft auf die Touristen aus.


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