News vom 08.08.2010
Deutsche Türkei-Urlauberin in Türkei vergewaltigt
Im türkischen Side wurde eine 17-jährige Urlauberin aus Schleswig-Holstein vergewaltigt. Das war in den letzten Tagen nicht nur in den Medien zu hören, sondern wurde inzwischen auch von einem Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin bestätigte. Zusammen mit ihrer Mutter machte das Mädchen im Badeort Side Urlaub. Die Ermittlungen der türkischen Justiz waren inzwischen erfolgreich, denn sie nahm sechs Verdächtige fest, die als Bauarbeiter in Side eine Moschee errichteten. Berichten des NDR zufolge stützen sich die Ermittlungen auf Überwachungsvideos. Türkische Medien berichten, dass die 17-Jährige nach einer Feier alleine am Strand gewesen sei. Hier sei sie nach eigener Aussage morgens um vier Uhr missbraucht worden. Inzwischen ist bekannt geworden, dass das Mädchen vorher mit den Bauarbeitern zusammen gefeiert hat.
Nach einem acht Stunden andauerndem Verhör hat man gegen zwei der Verdächtigen Haftbefehle erlassen, während die anderen vier auf freien Fuß gelassen wurden. Das angebliche Vergewaltigungsopfer ist inzwischen mit seiner Mutter zurück in Deutschland. Ob sie im Prozess gegen die mutmaßlichen Täter in der Türkei aussagen wird, ist noch unklar. Es steht auch noch nicht fest, wann es einen Prozess geben wird. Die Beschuldigten müssen mit hohen Haftstrafen rechnen, wenn sie verurteilt werden. Wie es in diesem Fall weiter geht, hängt jetzt von den Ermittlungen der türkischen Behörden ab, berichtete das Auswärtige Amt.



